Das gab es wohl noch nie: Die Volleyballerinnen der TSV Herbrechtingen mussten ihren Heimspieltag in der Georg-Fink-Halle in Gerstetten austragen. Der Grund: Der Stadt Herbrechtingen ist in der Hallenbelegung ein Fehler unterlaufen, der nur durch Zufall einige Tage vorher entdeckt wurde. Dafür erhielten die Spielerinnen bei der Suche nach einer alternativen Halle tatkräftige Unterstützung seitens der Verwaltung. So konnte dann nach einigem Hin und Her am vergangenen Samstag der VfB Ulm 2 und die VSG Bellenberg/Vöhringen empfangen werden. Zu allem Überfluss musste das Trainerteam um Kurt Weller und Birgit Thumm auf Stammspielerin Tamara Wiedemann verzichten, die sich beim Aufwärmen verletzte.
Trotz aller Verwirrungen auf Herbrechtinger Seite vor der ersten Partie war es das Ulmer Team, das mit Startschwierigkeiten zu kämpfen hatte. Der Gastgeber nutze die Gunst der Stunde und ging mit 6:0 in Führung. Die TSV ließ den Gegner wieder herankommen, gewann jedoch durch eine Aufschlagserie von Elli Schneider und Druck im Angriff erneut Abstand. Mit 25:20 entschied sie den ersten Satz für sich. Auch im zweiten Satz dominierten die Herbrechtingerinnen das Spiel, Ulmer Angreifer hatten es bei der guten Abwehrarbeit schwer. Hauptsächlich Eigenfehlern war es geschuldet, dass der Satz mit 25:21 recht knapp ausging. Den Schwung konnte das Team auch mit in den nächsten Satz nehmen. Die Angriffe saßen, die Aufschläge waren stark: Nach 74 Minuten Spielzeit und 25:22 auf der Ergebnistafel stand der Sieger nach dem dritten Satz fest. Die TSV Herbrechtingen hatte den Tabellenhöheren geschlagen und drei Punkte in der Tabelle gut gemacht.
Gegen VSG Bellenberg/Vöhringen hätte es einfacher laufen sollen, da die Mannschaft einen Tabellenplatz zurück lag. Doch der Gastgeber hatte die Rechnung ohne den ersten Schiedsrichter aus Ulm gemacht. Dieser pfiff nahezu jeden Ball von Zuspielerin Melanie Schiele als Doppelberührung ab, was in dieser Klasse normalerweise nicht gar so streng gesehen wird, weshalb sie dann mangels Reservespielerin durch Birgit Thumm ausgewechselt wurde. Den ersten Satz musste das Heimteam dennoch knapp mit 23:25 abgeben. Im zweiten Satz fing es sich und glich nervenstark mit 27:25 aus. Den dritten Satz gewannen die Damen schon deutlicher (25:18). Auch im vierten Satz fand Bellenberg kein rechtes Mittel, um die Führung auszubauen. Außenangreiferin Lena Segler musste allerdings verletzungsbedingt ausgewechselt werden, für sie kam Carmen Greiner. Doch dem Satzsieg stand nichts mehr im Wege, die TSV entschied diesen mit 25:21 für sich.
Nach einem sehr erfolgreichen Heimspieltag und einer Sechs-Punkte-Ausbeute überwintert die TSV Herbrechtingen auf dem vierten Tabellenplatz.
Es spielten Melanie Schiele, Sophia Helbig, Julia Borchert, Lena-Marie Segler, Carmen Greiner, Evelyn Siller, Tanja Fuchslocher, Elli Schneider, Birgit Thumm und Nina Frisch.
Am Samstag, 19. Januar 2019, beginnt für die TSV Herbrechtingen die Rückrunde gegen die SG Volley BEM. Spielbeginn in der Lindenhalle in Machtolsheim ist um 15 Uhr.