Eine Corona-Pandemie kommt natürlich nie gelegen, doch ein früherer Lockdown hätte für die Volleyballerinnen der TSV Herbrechtingen, die vergangene Saison ihr Bezirksliga-Debüt gaben, womöglich den Abstieg bedeutet. Nach einem misslungenen Auftakt konnte das Team von Glück reden, noch rechtzeitig eine Punkte-Aufholjagd hingelegt zu haben. Denn als im März der Spielbetrieb wegen des Virus abgebrochen wurde, belegte man Tabellenplatz sechs von neun. Die Erleichterung darüber, die Liga somit gehalten zu haben, tröstete über die anschließende, monatelange Volleyball-Zwangspause hinweg.

Die erste Chance, die sich den Herbrechtingerinnen daraufhin bot, in die Saison-Vorbereitung einzusteigen, wurde sofort ergriffen. Bereits seit Juli trainiert die Mannschaft von Trainer-Duo Kurt Weller und Birgit Thumm unter Corona-Bedingungen. Zuerst standen Kraft- und Ausdauereinheiten draußen an der frischen Luft auf dem Plan. Als die Bibrishalle für den Trainingsbetrieb wieder freigegeben wurde, ging man allmählich zu Ballgewöhnung und Spielsituationen über.

Dass sich die intensive Vorbereitung gelohnt hat, zeigte sich bei den jüngsten Freundschaftsspielen. Gegen alle drei Gäste aus Unterschneidheim (A-Klasse), Adelmannsfelden (A-Klasse) und Tapfheim (Bezirksklasse Bayern) gewann die TSV, manche Sätze sogar mit deutlichem Abstand. „Das aktuelle Niveau ist kein Vergleich zur vergangenen Saison“, fasst Trainer Kurt Weller zusammen. Erfreulich: Die TSV-Volleyballerinnen konnten sich infolge der Spielgemeinschaft mit TSG/SC Giengen mit zwei Spielerinnen verstärken: Esta Mete und Melina Wawrzinek.

Am Sonntag, 4. Oktober, startet die TSV Herbrechtingen bzw. SG Herbrechtingen-Giengen zuhause in ihre zweite Bezirksliga-Saison. In die Bibrishalle kommen der VC Baustetten und der VfB Friedrichshafen. Spielbeginn ist um 11 Uhr. Da Spieltage nur unter strengen Corona-Auflagen stattfinden dürfen, werden Zuschauer um deren Einhaltung gebeten.