Mit dem VfB Friedrichshafen und dem VC Baustetten 3 erwartete die TSV Herbrechtingen am vergangenen Sonntag zwei richtige Kaliber in der Bibrishalle. In der Tabelle befinden sich die Gäste auf Platz zwei beziehungsweise drei. Vor eine zusätzliche Herausforderung stellte das Heim-Team, nicht mit der „Stamm-Sechs“ aufspielen zu können – eine Leistungsträgerin auf der Mitte fiel kurzfristig aus. Für sie sprang Lena Segler ein, die normalerweise auf der Position des Außenangreifers Zuhause ist. Dass sie auch das Zeug zur Mittelblockerin hat, bewies die Nummer 9 sogleich in der ersten Partie gegen Baustetten. Sie machte es der anderen TSV-Mittelblockerin Tamara Wiedenmann gleich und spielte sehr variabel – mal war es der kurze Lob hinter den gegnerischen Block, mal der harte Angriff. Zu den fleißigsten Punktesammlern gehörten die Außenangreiferinnen Elli Schneider und Evelyn Siller. Dass man die eigenen Stärken im Angriff zeigen konnte, lag an der guten Annahme- und Abwehrleistung. Dies erlaubte Stellerin Melanie Schiele den Ball gelegentlich direkt im Feld des Gegners zu platzieren. Der erste Satz ging mit 25:20 an den Gastgeber. Noch deutlicher setzte sich die TSV im zweiten Satz ab (25:13) – nicht zuletzt durch die starken Aufschläge. Auch den dritten Satz entschied sie für sich (25:19). Damit gewannen die TSV-Damen 3:0 gegen Baustetten und überraschten sich selbst.

Dann ging es gegen den VfB ran, der in der Bezirksliga-Saison erst eine Niederlage einstecken musste – und zwar gegen Baustetten. Da man eben jene Mannschaft nun klar geschlagen hatte, rechnete man sich in der Folge gegen Friedrichshafen gute Chancen aus. Bis auf einen Wechsel auf der Diagonal-Position – für Birgit Thumm kam Andrea Maksimovic – blieb die Aufstellung gleich. Doch schon zu Beginn stellte das Team sich ein Bein, in dem es zu viele Eigenfehler zuließ und nachlässig in der internen Absprache wurde. Auch die Einwechslung von Anna Depner auf der Diagonalen konnte den Satzverlust nicht abwenden (9:25). Im zweiten Satz versuchte das Team einen Schalter umzulegen, mehr Kontrolle über den Ball zu bekommen und mehr Aggressivität ins Spiel zu bringen. Dies gelang nur mäßig, weshalb Birgit Thumm beim Rückstand von 10:16 aufs Feld kam. Jedoch zu spät, um das Ruder herumzureißen (19:25). So schnell gab sich die TSV allerdings nicht geschlagen. Im weiteren Spielverlauf knüpfte sie an das Auftreten der vorherigen Begegnung an. Für ihren Mut und Einsatz – selbst totgeglaubte Bälle kratzten die Herbrechtingerinnen noch vom Boden weg – belohnten sie sich mit dem Satzgewinn (25:20). Im vierten Satz standen die Zeichen sogar auf eine noch deutlichere Entscheidung, führten die TSVlerinnen doch mit zehn Punkten Vorsprung. Dann machte sich Nervosität auf der eigenen Feldhälfte breit, sie leisteten sich einen Fehler nach dem anderen und machten aus Herbrechtinger Sicht das Spiel unnötig spannend. Diese Fahrlässigkeit wurde letztendlich bestraft (23:25). Statt einen Punkt in der Tabelle zu sichern und im Tie-Break noch die Chance auf den Sieg zu bekommen, verlor man die Partie mit 1:3.

„Gegen Friedrichshafen wäre mehr drin gewesen, dennoch war es für uns mit drei erkämpften Punkten ein sehr erfolgreicher Heimspieltag. Es ist toll zu sehen, wie sehr sich das Team bisher gesteigert hat“, sagt Trainer Kurt Weller.

Es spielten Tamara Wiedenmann, Elli Schneider, Anna Depner, Evelyn Siller, Melanie Schiele, Andrea Maksimovic, Lena Segler, Tanja Fuchslocher, Birgit Thumm und Daniela Laur.

Der nächste Gegner heißt TG Biberach. Spielbeginn am Samstag, 15. Februar, ist um 14 Uhr in der RBZ-Sporthalle in Biberach.