Mit Spannung erwartete die TSV Herbrechtingen ihren ersten Heimspieltag in ihrer ersten Bezirksligasaison. Zu Gast am Sonntag waren die TG Biberach 2 und der SSV Ulm 1846. 

Wie schon der VfB Friedrichshafen unterschätzte auch die TG Biberach den Aufsteiger aus Herbrechtingen zu Beginn – mit solch einer Wucht im Aufschlag und im Angriff hatte der Gegner nicht gerechnet. Diesen Überraschungseffekt nutzte die TSV gnadenlos aus, um ihren ersten Satz einzusacken (25:21). Anstatt den Schwung mitzunehmen, ließen die Gastgeberinnen etwas nach, sodass Biberach immer besser ins Spiel fand. Sie kämpften sich zwar immer wieder heran, doch es gelang ihnen nicht, das Ruder herumzureißen. Den zweiten Satz mussten sie mit 16:25 abgeben. Frischen Mutes ging es nach der Satzpause aufs Spielfeld zurück, wo die TSV zu ihrer alten Durchschlagskraft fand. Stets darauf bedacht, variabel anzugreifen und den Gegner in der Abwehr unter Druck zu setzen, erspielte sie sich Punkt für Punkt. Belohnt wurde dies mit einem noch deutlicheren Satzsieg (25:20).  Wie schon im zweiten Satz brach auch im vierten Satz die Leistung abrupt ab. Zu viele Eigenfehler führten dann zu einem nicht mehr einholbaren Punkterückstand (16:25). Die daraus resultierende Verunsicherung konnte die Mannschaft im Tie-Break nicht ablegen, mit 7:15 musste sich geschlagen geben.

Im zweiten Spiel gegen den SSV Ulm, der ohne Auswechselspielerinnen anreiste, tat sich die TSV anfangs schwer (18:25). Erst im zweiten Satz erfolgte die Initialzündung durch die Aufschlagserie von Diagonalspielerin Evelyn Siller mit neun Punkten. Aus den Fehlern Ulms zog Herbrechtingen seine Stärke und baute den Vorsprung sogar noch weiter aus. Mit 25:13 wurde der Gegner abgespeist. Der dritte Satz begann wie der vorhergehende aufhörte: Die TSV spielte überragend auf, hielt die Gäste wieder mehrere Punkt auf Abstand. Doch beim Stand von 21:16 kam es erneut zu einem unerklärlichen Einbruch. Es waren die Eigenfehler, die der Mannschaft den gewonnen geglaubten Satz kosteten (23:25). Von diesem Schlag erholte sich der Gastgeber nicht mehr (11:25).

Unterm Strich hätte für die TSV an diesem Heimspieltag mehr drin sein können, sogar müssen, dennoch ist sie um einen Punkt in der Tabelle und um wertvolle Bezirksligaerfahrung reicher. Besonders stolz sind die erfahreneren Spielerinnen auf ihren Nachwuchs, die sich im Alter von nur 14 beziehungsweise 15 Jahren in dieser Liga behaupten können.

Es spielten Melanie Schiele, Julia Borchert, Lena Segler, Evelyn Siller, Tanja Fuchslocher, Elli Schneider, Tamara Wiedenmann, Nina Frisch, Anna Depner, Andrea Maksimovic, Simone Klon und Sabrina Heinz.

Am 3. November fährt die TSV Herbrechtingen zum VC Baustetten 2. Spielbeginn in der Turnhalle ist um 15 Uhr.