Um dem Negativ-Trend mit einer Änderung in der Aufstellung entgegenzuwirken, startete der Gastgeber gegen Burladingen mit Birgit Thumm auf der Zuspieler-Position. Wie seit dem Aufstieg üblich taten sich die TSV-Volleyballerinnen jedoch schwer, in die Partie zu finden und leisteten sich in der Annahme zu viele Fehler. Auch Andrea Maksimovic, die für Diagonalspielerin Anna Depner aufs Feld kam, brachte nicht die nötige Stabilität. Den ersten Satz verlor das Team mit 19:25. Da sich das Niveau im nächsten Satz nicht verbesserte, wurde Melanie Schiele als Zuspielerin eingewechselt, für Außenangreiferin Evelyn Siller ging Lena Segler ans Netz. Trotz der taktischen Änderungen konnte der Rückstand nicht mehr eingeholt werden (19:25). Den dritten Satz bestritt das Team mit Birgit Thumm auf der Außenposition. Eine goldrichtige Entscheidung, wie sich herausstellte (25:19). Dieser Ruck, der durch die Mannschaft ging, setzte sich auch im vierten Satz fort. Mit 25:21 retteten sich die Herbrechtingerinnen in den Tie-Break. In diesem fünften Satz mussten sie bitter lernen, dass in der höheren Liga jeder noch so kleine Fehler bestraft wird (13:15). Die knappe 2:3-Niederlage brachte jedoch einen weiteren Punkt in der Tabelle ein.

Den Gästen aus Ravensburg trat nun die Herbrechtinger Stamm-Sechs gegenüber: Melanie Schiele als Zuspielerin, Evelyn Siller und Elli Schneider auf außen sowie die beiden Mittelblockerinnen Sophia Helbig und Tamara Wiedenmann. Diagonalspielerin Andrea Maksimovic hat sich in ihrer kurzen Zeit beim TSV bereits einen Platz in der Startaufstellung gesichert. In dieser zweiten Begegnung präsentierte sich das Team von Trainer-Duo Kurt Weller und Birgit Thumm noch viel aggressiver. Den ersten Satz mussten sie zwar knapp mit 24:26 abgeben, doch die Leistungssteigerung konnte sich sehen lassen. Die Annahme-Arbeit allen voran von Libera Tanja Fuchslocher ermöglichte es, variable Pässe zu spielen. Die Abwehr versuchte jeden Ball vom Boden wegzukratzen. Evelyn Siller, die in der ersten Partie etwas schwächelte, knüpfte wieder an gewohnte Stärken an. Mit ihrer Spezialität – parallel zur Seitenlinie geschlagene Bälle – sammelte sie fleißig Punkte. Und auch Elli Schneider war in Top-Form. Ihre abwechselnd platzierten und hart geschlagenen Angriffe setzten den Gegner erfolgreich unter Druck. Mit 25:15, 27:25 und 25:18 entschieden die TSVlerinnen das Spiel für sich.

Einen langen Atem mussten die Volleyballerinnen der TSV Herbrechtingen haben, bis sie sich mit einem Sieg in ihrer ersten Bezirksliga-Saison belohnen konnten. „Der Kampfgeist hat gestimmt. Es war das erste Mal in der aktuellen Spielzeit, dass das Team vom ersten bis zum letzten Punkt konsequent gespielt hat“, fasst ein stolzer Kurt Weller zusammen. Durch den erfolgreichen Heimspieltag wurde die Rote Laterne an Ulm abgegeben.

Es spielten Melanie Schiele, Sophia Helbig, Andrea Maksimovic, Julia Borchert, Lena Segler, Evelyn Siller, Tanja Fuchslocher, Elli Schneider, Birgit Thumm, Tamara Wiedenmann und Anna Depner.

Das letzte Spiel der Hinrunde steht am Samstag, 14. Dezember, gegen den SV Eglofs an. Spielbeginn in der Turnhalle Eglofs ist um 15 Uhr.