Für die Volleyballerinnen der TSV Herbrechtingen hieß der letzte Gegner der Hinrunde SV Eglofs. Da die Turnhalle des Gastgebers für ihre niedrige Höhe bekannt war, bereitete sich die Mannschaft in der Wartberghalle vor, wo ähnliche Bedingungen herrschen. Eine gute Entscheidung, wie sich am Ende herausstellte: Während des gesamten Spiels wurden nur wenige Bälle abgepfiffen, die in der Annahme, in der Abwehr oder beim Stellen an der Decke landeten.

Die TSV ging im ersten Satz gegen den Tabellenhöheren schnell in Führung und baute diese immer weiter aus. Beim Stand von 23:17 wähnte man den Satzsieg schon so gut wie sicher, doch man hatte die Rechnung ohne die gegnerische Nummer zehn gemacht. Diese gab acht Mal an – und man selbst den Satz leichtfertig aus der Hand (23:25).

Im zweiten Satz war der Gastgeber leistungsmäßig nicht mehr wiederzuerkennen. Diese Schwäche nutzte das Team von Trainer Kurt Weller gnadenlos aus. Eglofs fand kein probates Mittel gegen die harten und platzierten Aufschläge der TSVlerinnen. Eine Serie folgte der nächsten, die fast ausschließlich durch Eigenfehler unterbrochen wurden, sodass die Herbrechtingerinnen den Satz überdeutlich mit 25:7 für sich entschieden.

Déjà-vu im dritten Satz: Wie zu Beginn des Spiels lag man die ganze Zeit vorn, bis die Aufschläge der Kapitänin von Eglofs den Gästen erneut das Genick brach (26:24).

Einigen TSV-Spielerinnen schien der Mut im vierten Satz verlassen zu haben. Man spielte nicht mehr so aggressiv wie bisher und betrieb im Angriff häufig, wie Kurt Weller es beschrieb, „Alibi-Volleyball“. Statt voll durchzuziehen oder gezielt zu lobben, pritschte man den Gegnerinnen direkt in die Hände. Mit 19:25 musste man sich schließlich geschlagen geben.

Der TSV Herbrechtingen gelang es nicht, sich für ihre insgesamt guten Leistungen zu belohnen, und musste sich ohne Punkte auf die Heimreise begeben.

Es spielten Melanie Schiele, Sophia Helbig, Andrea Maksimovic, Lena Segler, Evelyn Siller, Tanja Fuchslocher, Elli Schneider, Birgit Thumm und Tamara Wiedenmann.

Beginn der Rückrunde ist am Sonntag, 19. Januar. Dann geht es gegen den Tabellenletzten SSV Ulm 1846 2 um 12 Uhr in der Mehrzweckhalle Weststadt ran.