Nach dem Überraschungserfolg beim Landesligaabsteiger in Baustetten traten die Volleyballer der SG Herbrechtingen / Giengen am vergangenen Samstag zum ersten Heimspiel in der Bolheimer Buchfeldhalle gegen die bisher unbekannten Mannschaften aus Unlingen und Bad Waldsee an.

Mit der identischen Aufstellung wie beim Baustetten-Spiel startete man gegen Unlingen konzentriert, wurde aber von den starken Aufschlägen der Gegner stark unter Druck gesetzt, so dass die Annahmen zu selten sauber beim Zuspieler landeten und in der Folge die dann zu durchsschaubaren Angriffe oft im ebenfalls starken Block der Unlinger Spieler landeten. Trotzdem wurde der Satz letztlich nur recht knapp mit 21:25 verloren. Im zweiten Satz wurde die Annahme um Libero Andritschke stabiler und Zuspieler Fräsdorf konnte seine Angreifer nun besser in Szene setzen. Nun war es die Heimmannschaft, die immer 2-3 Punkte voraus war und mit 25:21 gewinnen konnte. Leider konnte die Konstanz in den folgenden Sätzen nicht gehalten werden und den gegnerischen Mittelangreifern gelang es zu oft, den Block zu überwinden und ihre starken Schmetterschläge im Feld der Spielgemeinschaft unterzubringen. Mit 16:25 und 19:25 am Ende doch ein deutliches Ergebnis gegen stark spielende Unlinger, die sicherlich um den Aufstieg in die Landesliga spielen werden. 

Im zweiten Spiel gegen die jüngere Mannschaft aus Bad Waldsee bot sich den Zuschauern bereits im ersten Satz ein spannende Spiel bei dem die Heimmannschaft bis zum Satzball mit 24:21 ein gutes Spiel lieferte und den Gegner stets auf Abstand halten konnte. Aber der verflixte letzte Punkt wollte nicht gelingen. Waldsee wehrte die 3 Satzbälle ab und hatte beim 24:25 einen eigenen Satzball, der wiederum von den Spielern um die Trainer Fräsdorf und Träger abgewehrt werden konnte und denen sich beim 26:25 erneut die Chance auf den Satzgewinn bot. Aber auch dieser Punkt wurde von Waldsee abgewehrt, die dann mit 26:28 den Sack zumachen konnten. Diese ärgerliche Niederlage zog ihre Spuren in den zweiten Satz; Mut- und kraftlos wirkte das Spiel nun und so wurde auch der zweite Satz gegen die eigentlich schwächere Mannschaft mit 20:25 vergeben. Im dritten Satz keimte nochmals kurz Hoffnung auf, als die Angriffe wieder an Stärke gewannen und auch die Blöcke nun besser standen. Der Satz konnte klar mit 25:19 gewonnen werden und zeigte kurz die Klasse, die das Team spielen kann. Aber bereits im 4. Satz war dieses aufbäumen vorbei und mit 13:25 wurde der Satz nahezu verschenkt.

„Sicherlich lag es auch an den kräftezehrenden 7 Sätzen, die bereits in unseren Knochen steckten, aber da haben wir uns im letzten Satz gegen Waldsee viel zu billig verkauft. Schade, dass wir heute keinen Punkt mitnehmen konnten, auch wenn wir durch die beiden Satzgewinne erneut zeigen konnten, dass wir in der Liga mithalten können. Bestimmt kommen noch „einfachere“ Gegner, gegen die wir dann auch wieder siegen können. Unser Fokus für die nächsten Wochen liegt nun klar auf der Annahme, die wir stabilisieren müssen und unserer Varianz im Angriff, auch hier müssen wir flexibler werden, um die starken gegnerischen Blöcke zu entzerren. Ein Dank geht an das Publikum, welches uns toll angefeuert hat.“ Fasst Mannschaftsführer Wolfgang Fezer den punktlosen Spieltag zusammen.

Es spielten:

Andritschke, Blume, Fezer, Fräsfdorf, Gall, Nowak, Schaufelberger und Slawik

 

Am 16. November tritt das Team beim VfB Friedrichshafen an, einem Namen, an dem im deutschen Volleyball nichts vorbeigeht. Auch wenn es hier „nur“ die 4. Mannschaft ist, gegen die man die nächsten Punkte erringen will.