Unter Corona-Bedingungen empfingen die Herren-Volleyballer der SG Herbrechtingen/Giengen am Sonntag 04. Oktober die Mannschaften aus Gebrazhofen und Bad Waldsee in der heimischen Bibrishalle.

Gleich im ersten Saisonspiel musste gegen den Absteiger aus der Landesliga angetreten werden. Der SV Gebrazhofen setzte auch gleich zu Beginn alles daran seiner Favoritenrolle gerecht zu werden. Mit platzierten Aufschlägen direkt über den Sichtblock wurde die Herbrechtinger Abwehr stark unter Druck gesetzt, konnte aber bis zur Mitte des Satzes eine 12:10 Führung verteidigen, bis es den Gästen mit einer Aufschlagsserie von 7 Punkten gelang sich abzusetzen. 19:25 der Endstand. Das gleiche Bild auch in den nächsten zwei Sätzen. Die SG spielte gut mit und hielt jeweils bis zur Satzmitte alles offen, aber die Streuung in den Annahmen war zu groß um den eigenen Spielaufbau wirklich effektiv gestalten zu können. Zudem standen Block und Feldabwehr der Gäste sehr gut, weshalb mit 17:25 und 20:25 das Spiel letztlich doch deutlich verloren wurde.

„Wir haben gekämpft, aber es fehlte zu viel um den Gegner ernsthaft zu gefährden. Insbesondere in unserer sonst recht stabilen Annahme haben sich Schwächen gezeigt, die wir nun im Training abstellen müssen“ fasst Mannschaftsführer Wolfgang Fezer zusammen.

Mehr Chancen rechnete man sich im zweiten Spiel gegen die TG Bad Waldsee aus. In der vergangenen Saison standen hier eine Niederlage (1:3) sowie ein Sieg in der Rückrunde (3:0) zu Buche. Bereits im ersten Satz zeigte sich, dass dies ein ausgeglicheneres Spiel werden sollte. Herbrechtingen / Giengen schaffte es mit starker Blockarbeit und wuchtigen Angriffen dem Gegner Paroli zu bieten, dennoch kam Waldsee immer wieder heran und hatte mit 23:24 bereits Satzball, der aber erfolgreich abgewehrt werden konnte und mit 28:26 der hart umkämpfte Satz für die heimische SG gewonnen werden konnte. Im zweiten Durchgang die SG souverän, kaum Eigenfehler gute Feldabwehr und starke Netzarbeit – der Lohn: ein deutlicher 25:17 Satzgewinn. Die Zuschauer ahnten wohl bereits was folgen würde: Umstellungen im Team sorgten für einen Einbruch in der Annahme und im Spielaufbau. Das gesamte Team wirkte, als hätte es den Kampfgeist verloren. Lasche Angriffe, zahlreiche Aufschlagfehler und schlechtes Stellungsspiel machten den Satzgewinn mit 16:25 für Bad Waldsee viel zu einfach. Zurück in der Grundaufstellung lief es im vierten Satz wieder besser, eine komfortable 19:14 Führung sahen nach einem schnellen Ende aus, aber weit gefehlt, Waldsee kämpfte sich weiter heran, konnte mehrere Satzbälle abwehren und es entwickelte sich ein nervenaufreibender Kampf, der erst beim 30:32 sein glücklicheres Ende für Waldsee fand.

Der TieBreak musste also die Entscheidung bringen. Bad Waldsee war immer 1-2 Punkte voran und die SG Herbrechtingen / Giengen schaffte es trotz letzter Mobilisation der Kräfte nicht, den Durchbruch zu erzwingen, weshalb die zweite Heimpleite mit 12:15 letztlich unvermeidbar war.

„Das tut schon weh; wir hatten die 3 Punkte schon in greifbarer Nähe, lassen uns dann aber von einer einzigen Umstellung im 3. Satz im gesamten Team so aus dem Konzept bringen, dass wir regelrecht düpiert werden und schaffen es dann auch im 4. Satz nicht die nötige Abschlussstärke an den Tag zu legen um den „Sack zuzumachen“. Bis zum nächsten Spiel am 18.10 in Baustetten haben wir noch einiges an Arbeit vor uns, auch wenn viele Spielzüge heute unser Potential gezeigt haben und wir im Vergleich zum Start der letzten Saison viel weiter sind.“ so Mannschaftsführer Fezer.