Ehrenamt Bei der Hauptversammlung der Turn- und Sportvereinigung (TSV) bleibt das Amt des ersten Stellvertreters vakant

 

Die TSV präsentiert  sich ein Jahr vor der Einweihung der modernen und großen Sporthalle als ein Verein, der eine Vielzahl an sportlichen Aktivitäten anbietet und auf eine gute Finanzsituation verweisen kann. Wären da nicht die Probleme, die spätestens nächstes Jahr offenkundig werden: Die Vorstandschaft wird ihr Amt abgeben und hat bereits die Fühler nach einer neuer Führungsmannschaft ausgestreckt – mit bislang keinerlei Ergebnis.  „Die Findungskommission ist bisher ohne Erfolg“, bedauerte der Vorsitzende Ulrich Herkommer. Gleichzeitig musste er seinen Stellvertreter Georg Feth verabschieden, der sich nicht mehr zur Wiederwahl stellte. Er rief alle Mitglieder auf, sich in der TSV zu engagieren, nicht ohne anzumerken, dass das Ehrenamt an seine Grenzen komme. Herkommer betonte, der Vorstand wolle den Verein nicht wie einen Betrieb führen, sondern setze auf gegenseitiges Verständnis und Kooperationsbereitschaft. Er selbst stehe jedem Vereinsmitglied für ein Gespräch zur Verfügung.

Manfred Strauß als Vertreter des Bürgermeisters meinte, es tue weh, dass der Stellvertreter des Vorstands aufhöre. Er rief die Mitglieder dazu auf, das laufende Jahr zu nutzen, um   eine gute Führung für den Verein zu finden. „Es darf nicht sein, dass der Verein irgendwann ohne Führung dasteht“, appellierte er an alle Anwesenden. Schließlich sei es mit dem Neubau alleine nicht getan. Gleichzeitig bedankte er sich, dass sich alle Abteilungen bei der Planung mit eingebracht hätten. Er lud die Mitglieder  zum Richtfest am vierten Mai ein und betonte: „Die Halle wird ein Traum“.

Was die Finanzen und die Mitgliederzahl  der TSV anbelangt, konnte Herkommer Positives vermelden: Der Verein habe durch die Erhöhung der Mitgliederbeiträge Rücklagen  erwirtschaftet und die aktuelle Mitgliederzahl sei nach einem Rückgang nun wieder auf 1863 Mitglieder angestiegen. Dann gab er noch ein kurzes Resümee der einzelnen Abteilungen und lobte das große ehrenamtliche  Engagement. Auch die Kooperationen mit den Schulen und Kindergärten sowie mit dem Sportverein Bolheim war für ihn ein gutes Zeichen für den funktionierenden Verein. Der Vereinsvorsitzende des SV Bolheim sprach von einer „positiven Entwicklung“. Nach seinen Worten geht in absehbarer Zukunft kein Weg an einer Fusion vorbei. In diesem Zusammenhang erwähnte er die Niederlegung seines Amtes im Jahre 2020 und auch in Bolheim sei die Nachfolgesuche bisher ohne Ergebnis geblieben. Ein weiterer Wermutstropfen wurde beim viel beklatschten Auftritt der „Cheerdancegruppe“ unter der Leitung von Lisa Allgayer bekannt: Als FsJ-lerin wird sie den Verein nach einem Jahr verlassen Auch für sie wurde bislang keine Nachfolgerin, bzw. Nachfolger gefunden. 

Bei den Wahlen stellte sich der Stellvertreter Technik  Jürgen Kube zur Wiederwahl, während es wie erwähnt keinen Stellvertreter oder Stellvertreterin für den Vorstand gibt. Trotzdem zeigten sich die restlichen Vorstandsmitglieder zuversichtlich, in diesem Jahr fündig zu werden, um den Verein eine gute Führungsmannschaft präsentieren zu können

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Ulrich Herkommer (links) ehrte folgende Mitglieder für 50 Jahre Mitgliedschaft  mit der „Goldenen Ehrennadel mit Ehrenkranz“: Elise Kerler, Ernst Mayer, Rosl Ullrich.  Die „Goldene Ehrennadel“ für 40 Jahre erhielten Angelika Biller, Klaus Gerteisz, Maria Helmer, Andrea Knapp, Uwe Krukenfelner, Gisela Schröm,

 Alexander Schwarz, Jochen Sorg.

Die „Silberne Ehrennadel“ für 30 Jahre bekamen Petra Baur, Renate Benz, Tina Blessing, Werner Blessing, Walter Heinzel, Gerhard Kerler, Gerhard Lange, Jürgen Lohrmann, Petra Mayer, Benjamin Schmauder, Annemarie Sonnenfroh, Manfred Träger. Die  „Bronzene Ehrennadel“ für 20 Jahre Mitgliedschaft erhielten Cornelia Bernhardt, Fadil Biljali, Christine Borchert, Udo Borchert,- Anna-Maria Bosch, Helmut Brenndörfer, Ingrid Brenndörfer, Elke Chlup, Uwe Engmann, Rüdiger Fichtenau, Sven Jimenez, Hildegard Junginger, Hannelore Keck, Christoph Krämer, Karin Krämer, Elfriede Langer, Florian Langer, Hans Lohrmann, Wilhelmine Maier, Gerlinde Möller, Jutta Rabus, Katrin Reith, Philip Renner, Timo Schäfer, Thomas Schiller, Ute Schurr, Marcel Strubel, Tobias Zeiner.

 

Für besondere Verdienste in der TSV wurden folgende Mitglieder zur Ehrenmitgliedern ernannt: Manfred Schneider (Dritter von links). Der aktive Skifahrer ist seit 1979 Mitglied und war 13 Jahre zunächst stellvertretender Abteilungsleiter, dann Abteilungsleiter Ski. Ausgezeichnet mit der Ehrennadel Gold wurde er nun zum Ehrenmitglied ernannt. Rolf Brandmeier (rechts daneben) ist seit 1983 Mitglied, war viele Jahre aktiver Fußballer und Stellvertreter Finanzen von 1983 bis 1998. Nach der Ehrennadel in Gold ist er nun ebenfalls Ehrenmitglied. Seit 1989 ist Hans Maier (rechts) Vereinsmitglied und nun der Dritte im Bunde der Ehrenmitglieder. Er war bis vor einem Jahr Abteilungsleiter Handball. Ebenfalls mit der Goldenen Ehrennadel ausgezeichnet hat er die Handballabteilung mit großem Engagement nach vorne gebracht und sie wohlgeordnet an seinen Nachfolger übergeben. Links: Georg Feth und der Vorsitzende Ulrich Herkommer (daneben). Zweiter von rechts: Stellvertreter Finanzen Rolf Rieberger.  

Bild:  Die Cheerdancegruppe unter der Leitung von Lisa Allgayer begeisterte bei der Hauptversammlung.

 

Eine Sonderehrung des Handballverbands Württemberg (HVW) erhielt Hans Maier (rechts) für seine Verdienste in der Abteilung Handball. Er habe durch seine Visionen viel erreicht,  meinte Hans Huth vom HVW und überreichte ihm die Silberne Ehrennadel für besondere Verdienste.